Mehr als eine Reformation

Mehr als eine Reformation

Von Ron McGatlin (www.openheaven.com)

http://www.gloryworld.de/

In den letzten Jahrhunderten hat Gott seinem Volk mehr und mehr seine Wege und seine Kraft zurückgegeben. Jede Stufe dieser Wiederherstellung war ein Schritt weiter, sein Volk darauf vorzubereiten, dass sein ursprünglicher Plan für die Erde wiederhergestellt wird. Das „Reich Gottes auf Erden, wie es im Himmel ist“, war schon immer seinen Plan gewesen. Um diesen Plan auszuführen, muss es auf der Erde ein Volk geben, das „zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi“ gereift ist.

… bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi (Epheser 4,13).

Die Annahme der verschiedenen Stufen/Ebenen der Wiederherstellung brachte zumindest einem Teil der Kirche eine fortschreitende Reformation, und sein Volk wird immer mehr zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi vorbereitet. Seit etwa 500 Jahren wurde und wird eine Fülle an Erkenntnis wiederhergestellt; es gab in dieser Zeit viele große Erweckungen und geistliche Aufbrüche, die ein hohes Maß an Erneuerung und Reformation gebracht haben. Zu den größeren Wiederherstellungen gehören zum Beispiel die Errettung durch Gnade durch den Glauben in Jesus, die Arbeit evangelistischer Prediger, die Pfingsterfahrung, die Kraft-Gaben zu heilen und Wunder zu tun, die prophetischen Dienste und Sprachengaben, intensive Anbetung, die Erfahrung einer intimen geistlichen Beziehung zu Gott, ein zunehmendes Bewusstsein der Gegenwart Gottes sowie die Wiederherstellung der apostolischen Dienste und Gaben.

Diese und andere wiederherstellende Werke waren und sind dazu da, Gottes Volk auf die große bevorstehende Veränderung bzw. Umwälzung vorzubereiten. Diese Veränderung geht über eine Reformation hinaus. Sie stellt einen wichtigen Übergang dar und bringt uns an einen Ort, den die Menschen seit der Zeit von Adams Sündenfall bis zum Erlösungswerk Jesu am Kreuz, der Auferstehung und seiner Wiederkunft im Heiligen Geist an Pfingsten praktisch nicht kannten. Selbst nach dem Erlösungswerk Jesu ging die Realität des Reiches Gottes, in die wir nun eintreten, im Nebel und Dunkel der Religion und des Säkularismus verloren und blieb praktisch seit etwa des dritten Jahrhunderts ungenutzt.

Es wäre ein großer Fehler, anzunehmen, diese große Veränderung sei nur eine von vielen geistlichen Bewegungen, die die unsere Aufmerksamkeit eine Zeit lang in Anspruch nehmen, aber dann in den Archiven der Kirchen- und Weltgeschichte verschwinden und nur geringe Veränderungen hinterlassen. Diese große Veränderung vor uns zu trivialisieren, würde bedeuten, die Zielrichtung der Pläne und des Wirkens Gottes seit dem Anfang der Erde und der Erschaffung des Menschen zu trivialisieren. Die schon begonnene Umgestaltung aller Dinge zu verachten oder gering zu schätzen, käme jenen gleich, die Noah vor der Flut belächelten.

Die große Veränderung, die begonnen hat, ist die Reinigung bzw. Läuterung der Menschen und letztlich des Planeten. Sie beginnt mit der Bereinigung der „ekklesia“ (Gemeinde), der herausgerufenen Versammlung des Volkes Gottes. Es geht um die Rückkehr zur Fülle des Reiches Gottes auf Erden, wie es im Himmel ist und wie es vor dem Fall Adams war. Es geht um die Abkehr von den Tausenden von Jahren, in denen der Mensch mit Hilfe des Baums der Erkenntnis von Gut und Böse die Welt regierte. Es ist die Rückkehr zur Herrschaft Christi, des Königs, durch den Heiligen Geist und aus dem Baum des Lebens heraus. Es ist der Anfang vom Ende des kirchlichen Zeitalters, in dem der Mensch im Mittelpunkt stand, und der Anfang des Zeitalters des Reiches Gottes. Der Übergang von der Kirche zum Reich Gottes erfordert eine große Reinigung des Landes, bevor die neue „Stadt Gottes“ vollständig errichtet werden kann.

Diesen Übergang zu vollenden, kann Tausende von Jahren, einige Jahrhunderte oder auch nur Jahrzehnte dauern. Und doch ist es der Plan und die Absicht Gottes und ist nun ins Blickfeld gerückt und wird auch zustande kommen. Die Herrlichkeit Gottes wird die Erde bedecken und jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge wird bekennen, dass Jesus Christus Herr ist. Das Reich Gottes wird auf Erden regieren und der Wille Gottes wird auf Erden geschehen wie es im Himmel der Fall ist. Die reifen Söhne Gottes werden mit ihm regieren und herrschen, und die jetzt noch seufzende Schöpfung wird sich in der Rettung unseres Gottes freuen.

Gottes Gerichte sind wahr und gerecht. Gott ist Liebe, und seine Barmherzigkeit dauert ewig. Seine Freundlichkeit ist größer als das Leben. Alles Denkbare wurde und wird getan, um jede kostbare Seele zur Umkehr und vollen Errettung zu bringen. Gott will nicht, dass irgendjemand umkommt, und alle, die zu ihm kommen, werden geläutert werden und als heilige Söhne im Reich Gottes auf Erden wandeln. Diejenigen, die nicht kommen und gereinigt werden, werden nicht in die heilige Stadt Gottes, das neue Jerusalem, hineinkommen. Für diejenigen, die auf einem anderen Weg kommen – durch einen anderen Gott oder eine Religion – wird kein Platz sein. Diejenigen, die zwar den Namen Jesu nennen und die durch sein Blut erkaufte Errettung in Anspruch nehmen, um ihren ständigen Wandel in der Lust der Augen und dem Stolz des Lebens zu bedecken, werden am Lebensstil des Neuen Jerusalem im Zeitalter des Reiches Gottes nicht teilhaben. Es werden schließlich Milliarden von Menschen auf der ganzen Erde entweder gereinigt oder beseitigt werden müssen, damit die Erde gereinigt ist, so dass das Reich Gottes auf Erden völlig herrscht, wie es im Himmel ist. Die Herrlichkeit des Herrn wird die ganze Erde erfüllen.

Vollmächtige, demütige Apostel waren im ersten Jahrhundert beim Aufbau der Anfänge des Reiches Gottes auf der Erde von höchster Priorität. Jesus Christus, der durch sie wirkte, beeinflusste und veränderte ihre Umgebung. Paulus warnte damals vor dem großen Abfall, der bald eintreten würde. Der Abfall von der Wahrheit des Evangeliums vom Reich Gottes kam, Religion ersetzte das Werk Christi durch den Heiligen Geist und das Kirchenzeitalter mit dem Menschen im Mittelpunkt begann.

Jetzt, im Neuaufbau des Reiches Gottes auf Erden wird ebenfalls wieder der vollmächtige Dienst demütiger Apostel ausgesandt, um die massive Veränderung zu bewirken. Im apostolischen Dienst ist absolut kein Platz für eine weitere Vermischung der menschlichen Wege des Stolzes des Lebens und der Lust der Augen mit den Wegen Gottes. Die Apostel des ersten Jahrhunderts wurden von den religiösen und säkularen Leuten der damaligen Zeit als Abschaum der Erde betrachtet; in der neu geborenen Kirche (ekklesia) waren sie jedoch hoch respektiert. Alle Apostel mussten leiden, und die meisten starben einen gewaltsamen, vorzeitigen Tod. Es waren Männer wie die heutigen Männer, aber sie waren geheiligt und gereinigt und von Gott gesandt, um das Fundament des Neuen Jerusalem zu legen, dem Regierungssitz des Reiches Gottes vom Himmel auf Erden.

Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes (Offenbarung 21,14).

Es braucht mächtige, demütige Apostel, um die Rückkehr zu den Grundlagen des Konzeptes des Reiches Gottes voranzubringen. Ein Großteil der religiösen Lehren des Kirchenzeitalters muss fortgeschwemmt und durch das Wort des Reiches ersetzt werden, das in einem Herzensgrund, in dem sich religiöse Felsblöcke und der verhärtete Boden vorheriger Überzeugungen befinden, nicht empfangen werden kann. Das treue Kirchenmitglied, das an seinen religiösen Lehren festhält, kann das Wort des Reiches nicht empfangen und es Frucht bringen lassen. Der Boden des Herzens muss zuerst gereinigt und geheilt werden, damit der Same des Reiches wachsen kann. Dieses Maß an wichtigen und manchmal traumatischen Veränderungen bedarf der Gabe der Apostel, die für andere noch nicht sichtbare Erkenntnisse zuerst erkennen und hervorbringen. Die grundlegenden Änderungen finden zuerst in den Aposteln statt und gehen dann auf die Propheten, Hirten, Evangelisten und Lehrer über.

Wenn wir diese Funktionen erörtern, müssen wir bedenken, dass es hier nicht um eine Elite oder Überlegenheit geht; es geht lediglich um unterschiedliche Begabungen, um einen bestimmten Auftrag auszuführen. Alle, die in Christus sind, sind Söhne Gottes und einander Brüder. Es gibt allerdings Reifestufen, und unreife Söhne müssen noch in die Berufungen ihres Lebens hineinwachsen oder -reifen. In der jetzigen Zeit werden viele Söhne reifen, um beim Bau des Reiches Gottes apostolische Werke zu tun.

Der Feind wird diese Veränderung und neue Entwicklung mit aller Härte und mit allen Mitteln bekämpfen. Seine Absicht ist, zu verhindern oder zu pervertieren. Das war schon immer so. Er versucht, Dinge zu verhindern, indem er falsche „Apostel“ und falsche „Reich-Gottes“-Botschaften aussendet, um eine verdrehte und verdorbene Botschaft zu verkünden, damit sich die Menschen von dem wahren Evangelium des Reiches abwenden. Er versucht zu pervertieren, indem er echte Botschafter zu Fall bringt oder auf sie irgendwie durch Stolz oder den Wunsch nach Positionen oder Dingen in Versuchung führt. Er wird sie versuchen, ihre Macht zu missbrauchen, indem sie zum Stein sprechen, dass er zu Brot wird, um ihren eigenen Hunger zu stillen, wie er es bei Jesus getan hat.

Subtile apostolische Pervertierungen können zu einer vermehrten Unordnung führen und die Entwicklung des Reiches Gottes verzögern.

Ein Werk Gottes, das heute in der Gefahr der Pervertierung steht, sind apostolische Netzwerke. Dass Gott Netzwerke bildet, ist zwar in der Tat ein wichtiger Teil der neuen Landschaft. Allerdings ist es Gottes Netzwerk unter dem einen Haupt, Jesus Christus. Ein Apostel, der eine Anzahl von geistlichen Leitern oder Diensten unter sich versammelt, ist kein geistliches Netzwerk unter dem einen Haupt Jesus. Wir sind keinem Menschen über uns als Vater verantwortlich, sondern wir sind Gott gegenüber verantwortlich – direkt und durch unsere Brüder. Ein apostolisches Netzwerk kann leicht zum Ersatz für die alten, denominationellen Strukturen werden und wieder einen hierarchischen Regierungsstil einführen. Es tendiert auch dazu, Unterschiede oder Spaltungen in den Leib zu bringen, dadurch dass der eine ein Teil des einen Netzwerks und ein anderer Teil eines anderen Netzwerks wird. Wir haben das schon in den denominationellen Spaltungen des vergehenden Kirchenzeitalters durchlitten. Der eine war Baptist, der andere Methodist; einer war Gemeinde Christi, ein anderer Fundamentalist; einer war Wort des Glaubens, einer pfingstlich, ein anderer charismatisch. Das ist nicht dem Reich Gottes gemäß. Dies war auch in der Kirche des erst Jahrhunderts ein Problem, auf das Paulus mit starken Worten einging.

Ich meine aber dies, daß jeder von euch sagt: ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi. Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft worden? (1. Korinther 1,12-13).

Wir müssen alle so miteinander verbunden sein, wie es Gott durch den Heiligen Geist führt. Es muss viele Apostel geben, die in jede Ausprägung einer Gemeinde vor Ort und in jedes stadtweite Netzwerk ihren Beitrag einbringen, um die speziellen Gaben und Werke Christi, die in den verschiedenen Aposteln vorhanden sind, hineinzubringen. Der eine pflanzt vielleicht, und der andere gießt, aber alle „bringen“ das Werk Gottes, und Gott bewirkt das Wachstum.

Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus, der andere aber: Ich des Apollos – seid ihr nicht menschlich? Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben. So ist weder der da pflanzt, etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt (1. Korinther 3,4-7).

Es wundert mich, dass sich Männer Gottes so schnell unter das Dach eines anderen Menschen oder Systems begeben. Anscheinend funktioniert da die echte Verbindung mit Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, nicht so richtig. Wer könnte eine größere Rechenschaft und Bevollmächtigung für den Dienst erbitten als Gott. Wie kann irgendeine Leitung höher sein als die von Jesus Christus durch den Heiligen Geist. Es wundert mich auch, dass Männer andere unter sich sammeln, als seien sie eine Art geistlicher Übermensch. Diese Dinge haben ihren Ursprung in der fleischlichen Welt und nicht im Reich Gottes. Du hast Licht von Gott bekommen, damit es in die Welt hineinscheine. Wenn du dein Licht unter eine fleischliche Decke stellst, wird damit das Licht Gottes unter einen Scheffel gestellt. Das Licht Gottes zu zeigen, hat nichts mit Stolz zu tun. Die Ehre wird deinem Vater im Himmel zuteil.

Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen (Matthäus, 5,14-16).

Geistliche Vernetzung geschieht durch Liebe und die Verbindungen des Heiligen Geistes. Jedes Glied verbindet sich mit den Gliedern neben sich, und sie unterstützen einander. Dies alles geschieht unter der Leitung Christi durch den Heiligen Geist. Alle Geistlichen Gaben, inklusive Leitungsgaben, müssen durch von Gott geschaffene Verbindungen fließen. Das Reich Gottes ist keine Hierarchie von Menschen, keine Demokratie und wird nicht durch Komitees, Tagungen oder ein Parlament regiert. Ein Königreich wird von einem souveränen König regiert.

Unser König ist einzigartig darin, dass er in uns wohnt und immer da ist, um uns zu bevollmächtigen, zu leiten und uns zur Verantwortung zu ziehen. Er hat uns nach seinem Bild geschaffen, sein Leben in uns hineingeatmet und hat uns als seine Vertreter eingesetzt, damit wir auf der Erde nach seinem Willen und durch seine Autorität herrschten. Er gab den Menschen weder die Vollmacht, über andere Menschen zu herrschen, noch die Autorität, den Himmel zu regieren. Wir haben kein Recht, den Himmel zu überstimmen und das zu nehmen, was Gott gehört, und es unter den Scheffel eines anderen zu stellen. Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt.

Antworten

  1. Bitte um alle Informationen Gemeinde DNA Blog

    Vielen Dank
    Siegmar Tümmler

    • Welche informationen?
      Lieben Gruss, Thomas

  2. gefällt mir sehr gut da ich mit einem netzwerk probleme habe danke für deine offenheit sei gegrüsst andre


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